Nootropics

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Noopept
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Nootropika und Ihre Wirkung

Der Fachbegriff "Nootropika" (im englischer Sprache nootropics) wurde bereits 1972 von einem rumänischen Arzt geprägt. Der Neurophysiologe Dr. Corneliu E. Giurgea definierte an der Universität Bukarest den Terminus "Nootropikum" aufgrund seiner Beschäftigung mit dem Wirkstoff Piracetam. Er sah darin eine Substanz, die bestimmte Wirkungen im Gehirnund zentralen Nervensystem erzeugt. Gehirndoping ist das Schlagwort, das seither im Bereich der Komplementär- und orthomolekularen Medizin für nootropische Stoffe in Deutschland häufig benutzt wird. Im angelsächsischen Sprachgebrauch hat sich die Beschreibung "smart drugs" eingebürgert. Faszinierend ist die Wirkung dieser Stoffe auf die kognitiven Fähigkeiten, das Gedächtnis und die Konzentration. Dabei haben echte Nootropika im Sinne von Giurgea kaum Nebenwirkungen. Pharmakologisch sind hier unter anderem Arzneimittel gegen Demenz angesiedelt. Dabei ist die Einordnung nootropischer Substanzen in die Kategorien Nahrungsergänzungsmittel oder Arzneimittel fließend sowie international uneinheitlich. Mit der weiteren Erforschung dieser Substanzgruppe konnten immer mehr Substanzen mit nootropischer Wirkung identifiziert werden. 

Piracetam und seine Möglichkeiten

Der von Dr. Giurgea erforschte Stoff Piracetam ist biochemisch mit GABA verwandt. GABA oder Gamma-Buttersäure ist ein Botenstoff (Neurotransmitter) im Zentralnervensystem. Piracetam seinerseits wird heute bei Demenz eingesetzt, um altersbedingte Gedächtnis-, Denk- sowie Konzentrationsstörungen positiv zu beeinflussen. Auch mit der Demenz verbundene Antriebsmängel und Erschöpfungszustände sollen gelindert werden. Weiterhin wird der Substanz eine

Merkmale eines Nootropikums nach Cornelius E. Giurgea Wirkung nach Gehirnerschütterungen und nach Schlaganfall sowie damit verbundenen Durchblutungsstörungen zugesprochen. Kinder und Jugendliche, die unter eine Lese-und Rechtsschreibschwäche wie Legasthenie leiden, sollen ebenso von Piracetam profitieren. Dementsprechend ist die nootropische Substanz in verschiedenen Arzneimitteln enthalten.



Der rumänische Arzt hat im Zusammenhang mit Piracetam und anderen nootropischen Stoffen einen Katalog aufgestellt, der die Merkmale der Substanzgruppe Nootropika definiert.

1. Ein Nootropikum führt direkt zu positiven Aktivitäten in Gehirn und Geist. Ihre Wirkung erstreckt sich unter anderem auf die Aufmerksamkeit, das Gedächtnis, die Konzentration, die Lernfähigkeit, die Fähigkeit Probleme zu lösen, die Motivation und die allgemeine Stimmung. Auch die Fähigkeiten der Sinne zu Wahrnehmung werden gestärkt. 

2. Die Aktivitäten betreffen ausschließlich das sogenannte Telencephalon. Das bezeichnet das End- oder Großhirn als Teil des zentralen Nervensystems.

3. Nootropische Substanzen verbessern unmittelbar das Lernen und die Gedächtnisfähigkeit. 

4. Sie sollen die Widerstandsfähigkeit von erlernten Verhaltensweisen gegen äußere Störungen stärken.

5. Sie vermögen das Gehirn gegen Verletzungen durch äußere Einflüsse zu schützen. Diese äußeren Einflüsse können in chemischer oder physikalischer Form auftreten. Die Schutzwirkung erfasst auch suchterzeugende Substanzen wie Barbiturate.

6. Nootropika verbessern die Kontrollmechanismen im Gehirn in Bezug auf den Muskeltonus im menschlichen Organismus. 

7. Anders als andere psychoaktive Stoffe sedieren Nootropika nicht und führen nicht zu einer künstlichen Aktivierung der Motorik im Menschen.

8. Nootropika weisen kaum Nebenwirkungen auf und sind nicht toxisch. 

Nootropika - eine Vielzahl von Stoffen 

Nootropische Substanzen können sowohl natürlichen Ursprungs sein als auch synthetisch hergestellt werden. Unter anderem finden sich in folgenden Stoffgruppen Nootropika:

- Aminosäuren mit L-Tyrosin oder L-Theanin.
- Cholinquellen mit CDP Cholin oder Alpha GPC Cholin.
- Kräuter- und Pflanzenextrakte wie etwa Koffein und 5-http.
- Mineralien und Spurenelemente wie Magnesium.
- Superfood wie Omega-3-Fettsäuren. 
- Vitamine vor allem aus der Vitamin-B-Familie.

Aus dem synthetischen Umfeld sind bekannt: 

- Ampakine. 
- Racetame.
- Peptide.

Besonders die Racetame gelten als besonders effektives Gehirndoping. 


Wie wirken Nootropika?

Forschungen zur Wirkung von Nootropika gehen davon aus, dass diese unter anderem die sogenannte cholinerge Funktion beeinflussen. Cholin ist für die Energiebildung im Gehirn verantwortlich. Von Piracetam ist etwa bekannt, dass dasNootropikum die Anzahl und Dichte der Rezeptoren für Acetylcholin im frontalen Kortex erheblich steigert. Der präfrontale Kortex spricht in besonderer Weise auf sensorische Signale an, integriert neue Inhalte in das Gedächtnis und bewertet Ereignisse emotional. Da Nootropika so insgesamt zu einer besseren Bindung von Acetylcholin an die Rezeptoren führen, werden sämtliche Denkprozesse gesteigert. Besonders die Racetame, zu den Piracetam ebenfalls gehört, leisten hier Erstaunliches. 

Ein Nootropikum fördert auch die Bildung von ATP. ATP ist unverzichtbar für die Gehirnzellen, die es aus Sauerstoff und Glukose bilden. Sollte das Gehirn unter Sauerstoffmangel leiden, stellt die nootropische Substanz weiter ausreichend ATP zur Verfügung. Auch dieser Effekt stärkt den Ruf der Nootropika als Gehirndoping. 

Jedes Nootropikum hat einen anderen Schwerpunkt in seiner Wirkung. 


Was kann man von einem Nootropikum erwarten?

Die Erfahrung zeigt, dass Nootropika bei jedem Menschen individuell wirken. Das individuell am besten geeigneteNootropikum und die Dosierung müssen daher individuell gefunden werden. Der schillernde Begriff Gehirndoping umreißt nur skizzenhaft, was ein Nootropikum für den einzelnen Menschen tun kann. Allerdings weist die Bezeichnung Gehirndopingrecht konkret auf das Wirkungszentrum der Nootropika hin: 
Die Substanzen unterstützen die Funktion des zentralen Nervensystems und des Großhirns. Dabei weisen die einzelnen Substanzen stets noch einen eigenen Wirkungseffekt auf.


Beispiele für den Wirkungsfokus einzelner Nootropika

1. 5-HTP - ist die Abkürzung für 5-Hydroxytryptophan. Die pflanzliche Aminosäure kann aus verschiedenen afrikanischen Klettergewächsen der Pflanze Griffonia simplicifolia gewonnen werden. 5-HTP ist eine Vorstufe des Neurotransmitters Serotonin. Dieser Botenstoff regelt unter anderem menschliche Stimmungen, den Schlafzyklus über die Bildung von Melatonin und steuert auch die Empfindlichkeit für Stress. 

2. Ginkgo biloba - dieser Pflanzenextrakt ist seit jeher Bestandteil der chinesischen Medizin. Seine durchblutungsförderndeWirkung sorgt auch für eine bessere Durchblutung in den feinen Kapillaren des Gehirns. Sämtliche kognitiven Prozesse profitieren davon, weil das Gehirn besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird. 

3. N-Acetyl-Cystein - ist eine spezielle Form der Aminosäure L-Cystein und fördert die Bildung der Botenstoffe Dopamin und Glutamat. Es entfalten Gehirndoping-Effekte, indem die Verarbeitung von Informationen im Gehirn deutlich verbessert wird. Mehr Dopamin sorgt für mehr physische und psychische Energie, für ein Plus an Motivation und Antrieb. Die Konzentrationsfähigkeit wird erhöht.

4. Kreatin - steigert den Gehalt an ATP im präfrontalen Kortex und gibt somit sämtlichen mentalen Funktionen einen erheblichen Energieschub. 

5. Pyridoxin - die synthetische Form von Vitamin B6 erhöht wie die beschriebenen Racetame vor allem die die Aufnahmefähigkeit des Gehirns für Cholin.

6.Magnesium-L-Threonat - verbessert als spezielles Magnesiumsalz die Kommunikation der Gehirnzellen untereinander. Davon profitieren unter anderem die Lernfähigkeit, der Wissensabruf und auch die Entscheidungsfähigkeit. 

Dies ist eine kleine Auswahl bekannter Nootropika, die in Deutschland sowohl als Nahrungsergänzungsmittel, aber auch als Medikamente angeboten werden. Neben den geschilderten Wirkungen findet man unter nootropischen Substanzen Wachmacher wie Modafinil und Stoffe mit überzeugend anti-depressiver Wirkung wie Tianeptin. 

Wer seine mentale sowie kognitive Leistung verbessern möchte, sollte besonders einen zweiten Blick auf die Nootropikanatürlicher Herkunft werfen. Hier sind gerade die Substanzen angesiedelt, die einem effektiven Gehirndopingnebenwirkungsfrei auf die Sprünge helfen und mentale Fähigkeiten steigern helfen. 

Verschiedenste Internetquellen wie etwa Paneuromix bieten aktuell interessante Artikel und Produkte zum Thema Nootropikaan. Auch 2016 haben die interessanten Stoffe nichts von ihrer Attraktivität verloren. Gehirndoping scheint mit ihnen tatsächlich möglich, wobei vieles in diesem Kontext noch weiter wissenschaftlich erforscht werden wird.